Mobilität + Logistik
Energie + Wasser
Lebensräume
Datennetze
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Angebote erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Energie + Wasser

27.11.2016

Damit keiner in die Röhre schaut

Kaffee kochen, Duschen, Zähne putzen – das ist ein normaler Start in den Tag, und immer ist das Trinkwasser dabei. Es begleitet uns den ganzen Tag und ist dabei stets verfügbar. Damit das auch so bleibt, investiert DONETZ, eine 100 %ige Tochter von DEW21, allein in diesem Jahr rund 13 Mio. € in Maßnahmen, die dem Erhalt des Wassernetzes dienen. Eine davon ist die an der Wittbräucker Straße.

Seit Mitte Juli führt DONETZ auf der Wittbräucker Straße zwischen dem Limbecker Postweg und der Kreisstraße umfangreiche Sanierungsarbeiten durch. Auf einer Gesamtlänge von rund 1.300 Metern werden dabei zwei Wasserleitungen erneuert. Der Grund ist das Alter der Leitungen: Die Transportleitung stammt aus dem Jahr 1948, die Versorgungsleitung sogar aus dem Jahr, in dem der BVB gegründet wurde, nämlich 1909. Trotz einer Sanierung im Jahr 1971 haben nun aber beide Leitungen ein Alter erreicht, in dem die Schadensanfälligkeit deutlich ansteigt. Damit es an dieser Stelle zukünftig nicht zu größeren Störungen kommt, investiert DONETZ nun rund 1,7 Mio. € in die Erneuerung.

Aus Alt mach Neu

Während die Transportleitung in offener Bauweise ersetzt wird, wird die etwas kleinere Versorgungsleitung im Relining-Verfahren in die alte Transportleitung eingezogen. Strapazierfähiger Kunststoff (PE) anstelle von Stahl sorgt dann für eine langfristig sichere Leitung. Das ist umso wichtiger, als dass Störungen auf der viel befahrenen Wittbräucker Straße große Auswirkungen auf Verkehr und Anlieger hätten, darunter auch einige bekannte Gastronomie-Betriebe. Zudem ist die Hauptverkehrsachse auch noch eine wichtige Umleitung bei Sperrungen der nahe liegenden A45 und A1. Das hatte auch Auswirkungen auf die Durchführung der Bauarbeiten und die Verkehrssteuerung.

Keine lange Leitung

„Für uns wurde während der Planung schnell klar, dass eine Einbahnstraßenregelung die für uns beste Alternative ist“, erklärt DONETZ-Projektplaner Markus Mielsch. „Dadurch kann an mehreren Stellen zeitgleich gearbeitet werden – das spart Zeit und Kosten.“ Eine Wanderbaustelle mit entsprechenden Ampelschaltungen hätte die Dauer der Arbeiten verdoppelt oder sogar verdreifacht. Da beide Leitungen unter dem nördlichen Fahrbahnstreifen liegen, wurde diese so eingerichtet, dass die Fahrt in Richtung Aplerbeck weiterhin möglich ist. Diese Lösung wurde in Absprache mit den Beteiligten getroffen, so DONETZ-Projektleiter Ulrich Speckmeier: „Wir haben uns mit allen Betroffenen, darunter Stadt Dortmund, DSW21 und WWW, Polizei und Feuerwehr und Straßen.NRW zusammengesetzt.“

Das Projekt wurde zudem der Bezirksvertretung Hörde, den Gastronomen an der Wittbräucker Straße (Haus Overkamp, Haus Prein, Haus Überacker und l’Arivée) und den Kleingewerbebetrieben vorgestellt. Die Zufahrt zu Gastronomie und Kleingewerbe wird mit weiteren Hinweisschildern unterstützt, die Buslinie 442 umgeleitet. „Alle Anwohner und Verkehrsteilnehmer haben sich an die Umleitungen gewöhnt“, meint Markus Mielsch zufrieden und erklärt, wie es weitergeht. „Nach der Verlegung der Leitungen werden diese angeschlossen, nach einigen Restarbeiten, u.a. an den Hausanschlüssen, wird die Straßendecke provisorisch wiederhergestellt und der Verkehr freigegeben. Weihnachten läuft es wieder!“

DSW21 fährt Umleitung

Von den Bauarbeiten ist auch die Linie 442 in Richtung Hörde betroffen. Sie fährt ab der Haltestelle »Höchsten« (Benninghofer Straße) eine Umleitung, die Haltestellen Lührmannstraße, Benninghofer Mark, Mittelhöchsten und Gartenstraße in Fahrtrichtung Hörde entfallen in dieser Zeit. Ab »Limbecker Postweg« wird in Richtung Wichlinghofen zur planmäßigen Abfahrtszeit ein Taxibus bis zur »Brandisstraße« eingesetzt. Hier geht es dann mit der Linie 442 in Richtung Wellinghofen und Hörde weiter.

Zuständig für den Netzbetrieb
Die Dortmunder Netz GmbH (DONETZ,
www.do-netz.de) ist eine 100 %ige Tochter von DEW21 und betreibt die Strom-, Gas- und Wassernetze in Dortmund, die Gas- und Wassernetze in Herdecke sowie Teile des Wassernetzes in Holzwickede.

Ulrich Speckmeier (l.) und Markus Mielsch (r.) von DONETZ sind für die aufwändige Baumaßnahme zuständig.