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Mobilität + Logistik

27.11.2016

Neue Pläne für den Dortmunder Hafen

Die Entwürfe für das neue Hafengesicht machen Lust auf die Zukunft.

Häfen werden städtebaulich immer interessanter. Auch die Dortmunder Hafen AG und die Stadt Dortmund haben Ziele für neue Branchen, Freizeit und Dienstleistung am Wasser. Während die Dortmunder Hafen AG die nördliche Speicherstraße sowie den Tankweg betrachtet, kümmert sich die Wirtschaftsförderung Dortmund um die südliche Speicherstraße. Zusammen soll so ein neues Hafengesicht entstehen.

Nördliche Speicherstraße

In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro »Gerber Architekten« wurde das städtebauliche Konzept der nördlichen Speicherstraße bis zur Schäferstraße entwickelt. Zunächst soll die nördliche Speicherstraße in Richtung Osten verlagert werden, um auf der zur Wasser liegenden Seite größere Flächen für moderne Immobilien zu gewinnen. Ab der ersten Etage bilden die Gebäude eine U-Form, die das begrünte Dach des Erdgeschosses säumt. Im oberen Bereich entstehen Büroflächen mit einem weiten Blick über die Stadt.

Entlang des Kanals ist eine Hafenpromenade geplant, welche den Zugang zum Wasser ermöglicht und so die Erlebnisqualität des Hafens steigert. Der Fußweg ist klar vom übrigen Verkehr getrennt. Diese Promenade soll zum Spazierengehen oder zum Gastronomiebesuch einladen und den Hafen erlebbar machen.

Südliche Speicherstraße

Die Wirtschaftsförderung Dortmund plant die weitere Ausgestaltung des Gründungscampus Speicherstraße 12, der in Nachbarschaft zum »Heimathafen«, einem Bildungs- und Begegnungszentrum in der Speicherstraße 15, aufgebaut werden soll. Die Speicherstraße 12 soll nach den Vorstellungen der Wirtschaftsförderung zu einem Gründungszentrum für neue Ideen und die Digitale Wirtschaft aufgebaut werden. Dafür wird unter der Adresse Speicherstraße 12 das ehemalige Lagerhaus umgebaut, in dem dann die Gründungsangebote der Stadt Dortmund gebündelt werden. Die Speicherstraße 12 und der »Heimathafen« sind detaillierte Pläne für die Nutzung einzelner Gebäude im Bereich der südlichen Speicherstraße. „Beide Pläne ergänzen sich, können in einem ersten Bauabschnitt realisiert werden und eine Initialzündung für die Entwicklung der ganzen Speicherstraße sein“, sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

Port-Tower

Neben dem vorgestellten, städtebaulichen Konzept für die Speicherstraße gibt es seitens der Dortmunder Hafen AG in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Gerber einen weiteren Entwurf und Diskussionsbeitrag für die Fläche Tankweg 50 im Dortmunder Hafengebiet. Dieser Entwurf befindet sich noch in politischer Abstimmung. Das Grundstück liegt westlich vom Fredenbaumpark direkt am Dortmund-Ems-Kanal und hat eine Größe von rund 22.000 m².

Vision: Zwei unterschiedlich hohe Türme, »Port-Tower« genannt, erschließen gemeinsam mit einem angedockten und auf dem Dach begrünten Parkhaus sowie einer Außengastronomie die am Wasser gelegene Fläche. Die drei Gebäude werden durch das Element »Podium« miteinander verbunden. Die Port-Tower (21 und elf Etagen) bilden eine Brücke zwischen dem Fredenbaumpark und dem Dortmunder Hafen bzw. der Nordstadt. Maritim wirkt der Komplex durch die einem Schiffsbug ähnelnde Form und das wellenförmige Dach des Parkhauses.

In den zwei Port-Towern könnten bis zu 1.800 Arbeitsplätze entstehen. In der Summe verfügen beide Türme im jetzigen Entwurf über eine Brutto-Grundfläche von rund 52.000 m².

Den weiteren Projektablauf fasst Hafenchef Uwe Büscher so zusammen: „Unsere Absicht ist es, einen höchstmöglichen Konsens zu erzielen und die politischen Gremien des Rates der Stadt in alle weiteren Schritte und Konkretisierungen des Projektverlaufs miteinzubeziehen. Wir haben bereits mit vielen Investoren gesprochen. Das Interesse ist groß. Den Port-Tower-Entwurf werden wir mit der Politik weiter abstimmen.“

Mehr unter www.dortmunder-hafen.de

 

Thomas Westphal (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Dortmund), Michaela Bonan (Projekt Nordwärts), Prof. Eckhard Gerber (Gründer und Inhaber Gerber Architekten), Uwe Büscher (Vorstand Dortmunder Hafen AG), Dirk Goosmann (Aufsichtsratsvorsitzender Dortmunder Hafen AG) und Benjamin Sieber (Designdirektor Gerber Architekten Dortmund) (v.l.).