Mobilität + Logistik
Energie + Wasser
Lebensräume
Datennetze
Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Angebote erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Mobilität + Logistik

27.11.2016

Haltestellen »Evinger Wellen«

Die Plattformen der Haltestellen sind ruhende Inseln auf der belebten Evinger Straße.

Ab durch die Mitte: Ende der 90er-Jahre wurde die Evinger Straße, die vom Fredenbaum bis Brechten verläuft, im Bereich Eving aufwändig neu gestaltet. Auch der ÖPNV wurde in diesem Zusammenhang erneuert und ausgebaut: Wer zuvor aus einer N8C-Straßenbahn direkt auf der Straße über Stufen ein- und aussteigen musste, konnte nun mit einer B80-Stadtbahn eine barrierefreie Haltestelle mit schützendem Dach anfahren.

Im November 1999 ging der erste Teil der neuen Strecke Fredenbaum – Brambauer zwischen Fredenbaum und Brechten in Betrieb. Die Haltestellen »Güterstraße«, »Zeche Minister Stein«, »Amtsstraße«, »Externberg« und »Grävingholz« für die neuen B80-Stadtbahnwagen wurden dafür von dem Dortmunder Büro Schamp/Schmalöer gestaltet und vom damaligen Amt für Tiefbau und Straßenverkehr der Stadt Dortmund gebaut. Sie waren Teil eines Gesamtkonzeptes für die Schaffung eines neuen Ortsmittelpunktes für Eving und seine Hauptverkehrsachse, die Evinger Straße (B54). Damit wurde auch die sich damals entwickelnde neue Evinger Mitte besser angebunden und aufgewertet. Stadtbahn und Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger erhielten ihre eigenen Wege, Geh- und Grünflächen rundeten das Bild ab.

Bessere Trennung

Die fünf neuen Haltestellen erhielten Hochbahnsteige mit Rampen, die einen stufenlosen Zugang zur Stadtbahn ermöglichten. Dieser war und ist nun nicht nur barrierefrei, sondern durch die Plattform und die Trennung vom Autoverkehr auch sicherer. Vorher teilte sich die Straßenbahn des Typs N8C auf der zum Teil eingleisigen Strecke die Fahrbahn mit den Autos und kam diesen sogar entgegen. Das störte nicht nur den Verkehrsfluss, sondern war auch unfallträchtig. Damit war es Ende der 90er-Jahre wie mit der alten Trasse, die noch aus dem Jahr 1904 stammte, vorbei.

Geschwungene Dächer

Am auffälligsten ist bei den Haltepunkten sicher die einheitliche Dachkonstruktion, weshalb diese auch »Evinger Wellen« genannt werden. Die längsgeschwungenen Dächer sollen die sich leicht schlängelnde Streckenführung nachempfinden. Die Wellenform hat zudem den Vorteil, dass sie unabhängig vom unterschiedlichen Gefälle der Evinger Straße funktioniert. Die Plattformen, die ein wenig wie ruhende Inseln auf der belebten Hauptstraße wirken, sind mit rotem Pflaster-Klinker verkleidet, was an die Geschichte des Ortes und die Evinger Zechenarchitektur erinnern soll. Rot-Orange bemalte Serviceblöcke bündeln Fahrgastinformation und Ticketverkauf. Die Sitzgelegenheiten sind von einem transparenten Wetterschutz aus Glas und Stahl umgeben. Das alles passt zu den Haltestellen, die nur beim Dach »die Welle machen« und ansonsten mit unaufdringlichen und komfortablen Lösungen bei begrenztem Platz punkten.

Neben der U41 fahren drei DSW21­Buslinien den Knotenpunkt »Zeche Minister Stein« an.